25 Fragen zur gemeinsamen Zukunft

Eine ausgesprochene Idee ist noch keine Zusage. Mit diesen Fragen lernt ihr Wünsche, Möglichkeiten und Grenzen kennen, ohne sofort gemeinsame Entscheidungen treffen zu müssen.

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Wie beginnen wir ein Gespräch über die gemeinsame Zukunft?

Klärt zuerst, ob ihr Ideen sammeln oder etwas entscheiden möchtet. Wählt ein Thema und einen Zeitraum: Freizeit im nächsten Monat ist ein anderes Gespräch als ein späterer Umzug. Die 25 Fragen sind keine Checkliste für euer Leben; jede darf beiseitebleiben.

Erfundenes Beispiel: „Ich würde irgendwann gern am Wasser wohnen.“ Eine hilfreiche Nachfrage wäre: „Ist das gerade eine schöne Vorstellung, oder suchst du schon nach Orten?“ So wird ein persönlicher Wunsch nicht unbemerkt zur gemeinsamen Zusage. Sage auch bei deiner eigenen Antwort, was feststeht und was offen ist.

Fragen 1–13

  1. Wie stellst du dir einen gewöhnlichen Tag in einem Jahr vor?
  2. Welche jetzige gemeinsame Gewohnheit möchtest du später beibehalten?
  3. Für welches Erlebnis würdest du lieber Zeit reservieren als etwas kaufen?
  4. Über welchen Plan denkst du erst nach, ohne dich entschieden zu haben?
  5. In welcher Wohnumgebung würdest du dich wohlfühlen, und warum?
  6. Welche Nähe zu Freunden oder Familie wünschst du dir künftig?
  7. Welche Fähigkeit würdest du gern gemeinsam lernen?
  8. Wie viel Veränderung kannst du dir im Moment angenehm vorstellen?
  9. Wofür brauchst du mehr Informationen, bevor du Ja sagst?
  10. Bei welchem gemeinsamen Vorhaben ist dir der Weg wichtiger als das Ergebnis?
  11. Welche Reiseidee sollten wir zuerst in einer kleinen Variante ausprobieren?
  12. Welche Rolle möchtest du beim Planen gemeinsamer Unternehmungen übernehmen?
  13. Wofür möchtest du im nächsten Jahr weniger Zeit verwenden?

Fragen 14–25

  1. Wie möchtest du mitteilen, wenn sich ein früherer Plan verändert?
  2. Bei welchem persönlichen Ziel könnte ich dich gut begleiten?
  3. Welche gemeinsame Entscheidung möchtest du nicht überstürzen?
  4. Wie unterscheiden wir einen Wunsch von einem bereits vereinbarten Plan?
  5. Welche Alternative würde dich bei einer größeren Veränderung beruhigen?
  6. Welche Grenze möchtest du auch für ein gemeinsames Ziel nicht überschreiten?
  7. Welches Zukunftsthema verdient ein eigenes Gespräch?
  8. Welche Art von freiem Wochenende möchtest du häufiger erleben?
  9. Was hat sich an deinem Zukunftsbild verändert, seit wir uns kennen?
  10. Bei welcher Entscheidung würde ein gemeinsam gesetzter Termin helfen?
  11. Was wäre ein erster umkehrbarer Schritt zu einer unserer Ideen?
  12. Wann wollen wir auf dieses Gespräch zurückkommen, damit es nicht bei Ideen bleibt?

Wie gehen wir mit verschiedenen Plänen um?

Benennt zuerst den Unterschied: Geht es um das Ziel, den Zeitpunkt oder das Ausmaß einer Veränderung? Möchte eine Person umziehen und die andere bleiben, kann ein Besuch helfen, einen Ort kennenzulernen. Er ist aber keine Zustimmung zum Umzug. Sprecht die Grenze des Versuchs vorher aus.

Der nächste Schritt darf eine Information oder ein weiterer Gesprächstermin sein. Nicht jedes wichtige Bedürfnis muss zum Kompromiss werden, und „Ich weiß es noch nicht“ ist eine Antwort. Trennt am Ende besprochene Möglichkeiten von tatsächlichen Vereinbarungen.

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